(H)Omage an die Therapeutin der Herzen
Liebe Ermi-Oma! Ich sehe bei Deinen Abenden immer viele Menschen, die in der Pflege arbeiten, auch wenn sie sich nicht immer outen. Das kann ich auch nachfühlen, weil sie in der veröffentlichten Meinung immer wieder pauschaliert nicht besonders würdevoll bloßgestellt werden. Ich sehe diese Menschen aber an diesen Abenden auch immer herzlich lachen. So bist du für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege auch eine Therapeutin der Herzen, die es uns allen ermöglicht, unsere Herzen zu dehnen. Selbstironie ist eine Herzensdehnungsübung. Wer zur Selbstironie befähigt ist und wird, geht sicher an den Pointen des eigenen Lebens nicht vorbei! Wir rücken immer wieder an deinen Abenden gerne enger zusammen, um wieder ein Stück mehr in die Weite des Lebens zu kommen, die uns ermutigt, am nächsten Tag wieder menschenverliebt und einfühlsam in die Begegnungen unseres Arbeitsalltags zu gehen. Die Theologin Dorothee Sölle hat einmal gesagt, dass uns Menschen drei Qualitäten des Lebens immer offen stehen: grenzenlos glücklich, absolut furchtlos, immer in Schwierigkeiten. Letzteres kennen wir aus einigen Arbeitskontexten, An Zweitem durften wir besonders in der Pandemie arbeiten und in ersterem gibst Du uns die Möglichkeit, uns in Weite und Würde zu dehnen! Ich möchte, dass es allen in der Führung von Menschen, die in der Pflege arbeiten immer mehr gelingt, wieder Rahmenbedingungen zu schaffen, dass diese, uns in der Führung anvertrauten Menschen am Ende des Arbeitstages auch in dem Bewusstsein heimgehen und sagen können: „Ja, ich habe eine gepflegte Arbeit! Ja, ich zeige das auf, auch an den Abenden mit der Ermi-Oma! Das wäre ein echter Heimvorteil! Danke liebe Ermi-Oma, du Therapeutin der Herzen. Sei herzverbunden in Dankbarkeit für diese 20 Jahre umarmt! Jakob